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              U-Boot Modellbau-                           

                   Fantasy-Roman   von mir -
 
                   
Meine Abformung
U-Boottyp  VIIc
          U 995 

 

 

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Ich habe wiederholt gehört  dass die Ichform nicht gut ankommt.  Deshalb habe ich die ersten zwanzig Seiten umgeschrieben.
Sagt mir ob ihr es so besser findet?
 
 
 
Die Tore der Atlanter.
 
info@hermann-buesken.de   schreibt mir, wie es euch gefallen hat.
www.hermann-buesken.de/fantasy
Buch:1
Die Tore der Atlanter.
Dem Namen alle Ehre machend, lag die Burgruine auf einen der höchsten Punkte in dieser Gegend. Burg war zu viel gesagt, da nur noch bescheidene Reste von der wohl einstigen Pracht übrig waren. Man konnte noch einzelne Fensternischen erkennen, die Aussparungen im Mauerwerk, wo einmal die Tragebalken für die Decken und Fußböden gelegen hatten. Ein halber Torbogen ragte aus der Mauer hervor und würde sicher bald in sich zusammen fallen.
Da, wo vielleicht einmal eine Zugbrücke den Feinden das Eindringen verwehrt hatte, lag der Rest der Burg jetzt für jeden Besucher frei zugänglich dar. Einen Graben, falls es ihn einmal gegeben hatte, war längst dem Erdboden gleichgemacht worden. Trotzdem ließ sich noch erahnen, wie mächtig einst die Burg ausgesehen haben mochte.
 
Als Kristian die Burg fasst erreicht hatte, ließ er sich mit Blick auf die Burg ins Gras sinken. Sein Rücken lehnte er entspannt gegen einen großen Stein, der aussah, als würde er seit Anbeginn der Zeit an dieser Stelle verharren und die vor ihm liegende Burg betrachten.
Ein Blick auf die vorbeiziehenden Wolken, die Burg vor ihm, Sonnenschein und Urlaub, was wollte er mehr. Wie von selbst fielen ihm die Augen zu. Er dachte über das Leben in der Burg nach. Sich vorzustellen, wie die Bewohner ausgesehen haben mochten, wie sie gelebt hatten.
Eingestimmt vom Leben auf der Burg, öffnete er die Augen und blickte verklärt zur Burg hinüber.
Zuerst undeutlich und verschwommen, sah er zwischen dem Bergfried und der Außenmauer, ein seltsames Flimmern. Sicher reflektierte eine zerbrochene Flasche das Sonnenlicht. Neugierig geworden, konzentrierte er sich und sah genauer hin. Plötzlich wurde ihm kalt, eine leichte Gänsehaut kroch über seinen Körper und absolute Stille breitete sich aus. Er vergaß Raum und Zeit. So, als schaute man durch ein Guckloch, öffnete sich ein stetig größer werdender runder Ausschnitt, die Konturen des Randes verschmolzen im silbrigen Licht. Eine vollständig erhaltene Burg bot sich seinen Augen dar. Die Burg in alter Pracht. Der Bergfried hatte eine Größe, wie er ihn sich im Traum nicht vorgestellt hätte. Auf ihn wehte eine Fahne, deren Wappen er nicht erkennen konnte. Mitten auf dem Burgplatz, sah er einen Brunnen mit einem Dach aus Holzschindeln. Plötzlich ließ die Stille nach. Das Wiehern eines Pferdes und der Klang eines Amboss waren zu hören. Ehe er wusste wie ihm geschah, begann sich das flimmernde Fenster wieder zu schließen. Kristian dachte noch, jetzt fängst du schon am hellen Tag an zu träumen und zu fantasieren, als sich das Fenster gänzlich schloss.
Mit einem Schlag sah er die traurigen Überreste der Burg wieder vor sich. Etwas war mit ihm geschehen und er war sich sicher, dass er nicht geträumt hatte. So sehr er seine Augen auch anstrengte und zur Burg hinüber blickte, es änderte sich nichts mehr. Traurig und verlassen wirkte jetzt das gewohnte Bild der verfallenen Burg.
Es war ihm nicht neu, das es schon oft vorgekommen war, hauptsächlich an historischen Orten, dass Personen, die sich gegen altes Gemäuer oder Heiligtümer gelehnt hatten, sich plötzlich in einer anderen Zeitepoche wiederfanden. Dort hatten sie Dinge gesehen, die der heutigen Zeit teilweise noch unbekannt waren. Kristian hatte aber nichts dergleichen getan, der Stein hinter ihm, gegen den er lehnte, konnte wohl auch nicht der Auslöser gewesen sein, obwohl er sicher schon so mancherlei gesehen hatte.
Die Kälte wich langsam aus seinem Körper und machte der wohltuenden Wärme der Sonnenstrahlen Platz. Kristian blickte zur Burg.
Ihm fiel ein, dass er als Auslöser zuerst ein Flimmern zwischen dem Burgfried und der Außenmauer gesehen hatte. Da er das Geschehen noch nicht verkraftet hatte und ihm der Schreck noch zu schaffen machte, schob er weitere Überlegungen erst einmal beiseite. Auf jeden Fall wollte er im Moment nicht mehr zur Burg, weil ihm das alles zu unheimlich war.
Unweit der Burg Falkenhorst, am Talrand mit Blick auf die Burg, wohnte sein Freund Kurt mit seiner jüngeren Schwester Jessika, der Großvater und Maria die Haushälterin. Es war das Haus ihrer Eltern, einem alten Anwesen. Es lag wie auf einem Präsentierteller inmitten grüner Wiesen, rundherum hatte man freie Sicht, einen Nachbarn gab es nicht. Kristian dachte darüber nach, das Haus musste bestimmt einige hundert Jahre alt sein. Hinter dem Haus steht ein Stall, der auf uralten Fundamenten erbaut war. In ihm stehen drei Reitpferde. Ein schlanker Turm aus Bruchsteinen erbaut, streckte sich in die Höhe, und war an einer Seite mit dem Stall verbunden. Kristian drehte sich um und sah, dass eine Reiterin in vollem Galopp auf geradem Wege auf ihn zu kam. Er erkannte Jessika, Kurts Schwester, wer sollte es anders sein. Ihre enge Reithose brachte ihren schönen Körper voll zur Geltung und lenkte seine Gedanken in eine andere Richtung. Sie brachte ihr Pferd vor Kristian zum Stehen und blickte lächelnd auf ihn herab. Das lange blonde Haar, welches sie meistens zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden hatte, wurde jetzt durch die Reitkappe gebändigt. Obwohl Kristian sie schon seit seiner Kindheit kannte, hatte er eigentlich nie weiterreichende Gefühle für sie empfunden. Als er jetzt zu ihr hoch in ihre Augen blickte, wurde ihm zum ersten Mal bewusst, dass sich etwas geändert hatte.
»Störe ich?« fragte Jessika. »Ich wollte dich nicht aus deinen Träumen reißen.«
Bevor er antworten konnte, sprang sie mit einem Satz vom Rücken ihres Pferdes herunter.
»Was ist passiert, du siehst so blass aus?«
»Was ich gesehen habe glaubt mir sowieso keiner,ich kann es ja selbst nicht glauben.«
»Erzähl schon.«
Sie setzte sich zu ihm, in einer Hand hielt sie die Zügel. Ihre Blicke trafen sich, Kristian wurde zum ersten Mal richtig bewusst, wie schön sie war. Er atmete den Duft ihres Parfüms ein.
Da der Stein nicht viel Platz bot, saßen sie bald eng beieinander, was ihm sehr gefiel. Er wollte gerade seinen Arm um ihre Schulter legen, da sprang sie auf.
»Was ist denn jetzt, willst du mich nicht in deine Geheimnisse einweihen?«
»Das werde ich tun, aber lass mich eine Nacht darüber schlafen.«
»Wie du willst, wann lässt du dich mal wieder bei uns sehen, wir könnten zusammen ausreiten?«. Eine Antwort nicht abwartend, schwang sie sich auf ihr Pferd und galoppierte winkend heimwärts. Ihr hinterher blickend, beschloss er nach Hause zu gehen.
Kristians Zuhause, welches abseits am Dorfrand stand, kam einem kleinen Knusperhäuschen gleich. Günstig hatte er es erwerben können, als die vorherige Besitzerin in hohem Alter starb. Er kannte sie noch aus seiner Jugendzeit. Oft hatte er in ihrem Garten Kirschen und Äpfel gepflückt. Jetzt war es sein Zuhause.
Kristian war fünfundzwanzig Jahre alt, und betreute im Dorf eine Jugendgruppe in Selbstverteidigung und Stockkampf. Heute war sein erster Urlaubstag.
Er machte sich einen Kaffee und setzte sich nach draußen. Die Obstbäume hingen voll. Leider wusste er mit dem Obst nichts anzufangen und hatte schon eine Weile überlegt, sich ein paar Ziegen anzuschaffen, die das Obst verwerten und den Rasen kurz halten sollten. Darum wollte er sich später kümmern. Morgen in der Frühe, würde er sich erneut zur Burg aufmachen.
Er stand früh auf, weil er vermeiden wollte, dass ihm Besucher über den Weg liefen, wenn er sich die Stelle, von der das Flimmern ausgegangen war, anschaute. Voller Ungeduld wäre er am liebsten den ganzen Weg gerannt, aber seine schweren Wanderschuhe machten ihm dieses unmöglich.
Angekommen, schaute er sich im Burghof um. Links das ehemalige Wohnhaus, leere Fensterhöhlen, auf der rechten Seite der Bergfried, an dem der Rest der Burgmauer lehnte. Nichts deutete auf den gestrigen Vorfall hin. Kristian war sich sicher, dass hier am Bergfried die richtige Stelle war. Zweifel keimte in ihm auf, dass er alles vielleicht nur geträumt hatte. Solange er die Stelle auch anstarrte, es passierte nichts. Oder doch? Er hörte Stimmen. Auch das noch, die ersten Touristen waren schon angekommen.
Er zog sich auf die andere Seite zurück. So schnell wollte er nicht aufgeben. Ihm fiel ein, wie er bei seiner Meditation die Visualisierung zu Hilfe genommen hatte. Dies ist eine Technik, die sich der Vorstellungskraft bedient, um geistige Bilder des jeweils erstrebten Gegenstandes oder Zustandes zu erzeugen. Je aktiver die Fantasie arbeitet sich ihrer zu bedienen, desto kraftgeladener wird sie. So wird eine Tür zwischen der Welt, der gewöhnlichen Wirklichkeit und der geistigen Welt geöffnet. Was würde passieren, wenn ich diese Technik jetzt und hier anwende? fragte er sich. Würden die Touristen etwas mitbekommen? Wahrscheinlich, denn dieses spielte sich ja nicht nur in seinem Kopf ab. Er hatte das Flimmern nicht in Gedanken, sondern mit eigenen Augen gesehen. Um Klarheit zu bekommen, wollte er einen Versuch wagen. Er schaute sich um, die Luft war rein, als er sich auf die vermeintliche Stelle am Bergfried konzentrierte. In Gedanken stellte er sich das Flimmern vor, ähnlich der Spitzen eines lodernden Feuers oder der Fata Morgana in der Wüste. Kristian hatte die Öffnung ja schon gesehen und konnte sie deshalb vor seinem geistigen Auge entstehen lassen. Zunächst passierte nichts. Er verstärkte seine Konzentration und spürte plötzlich ein leichtes Kribbeln auf seiner Kopfhaut, das sich über den ganzen Körper ausbreitete, je mehr er sich konzentrierte. Als sich auch noch eine leichte Gänsehaut einstellte, wusste er, dass etwas passieren würde. Plötzlich sah er das Flimmern. Es war fast durchsichtig und stieg vom Boden empor. Ein angstvolles Kreischen ließ ihn hochfahren, mit der Konzentration war es vorbei, das Flimmern erlosch.
Ein kleines Mädchen stand rechts hinter ihm. Er hatte sie nicht kommen gehört. Es weinte und zeigte auf die Stelle, auf die er sich gerade noch konzentriert hatte.
Schnell schaute er sich um. Es war sonst keiner in seiner Nähe, der vielleicht auch etwas gesehen haben könnte. Da kam auch schon der Vater durch die Schreie seines Kindes alarmiert, angerannt. Sein Gesicht verdüsterte sich, als er nur sein Kind und Kristian wahrnahm. Das Kind wollte sich nicht beruhigen und zeigte immer wieder auf die Stelle, die zu Kristians Glück, nicht in seiner direkten Nähe war. Als der Vater Kristian wieder anschaute, zeigte dieser ein unschuldiges Gesicht und zuckte nur mit den Schultern. Der Vater nahm seine Tochter an die Hand und beide verließen den Burghof. Endlich war die Ruhe wieder hergestellt. Das wäre beinah schief gegangen. Trotzdem hatte sich der Morgen gelohnt. Kristian wusste, wie er die Öffnung ins Mittelalter aktivieren konnte, und dass auch andere diese sahen, und wahrscheinlich auch hindurch gehen konnten, wenn sie geöffnet war.
Für heute war der Tag gelaufen. Der nächste Besuch hier musste abends, besser nachts stattfinden. Zum einen weil er dann sicher sein konnte, dass ihm keine Touristen in die Quere kamen, zum anderen konnte er nur im Dunkeln durch das Tor in die Vergangenheit gehen, da er nicht wusste was ihn auf der anderen Seite erwartete. Ziemlich aufgeregt wäre er am liebsten zu Jessika gerannt um ihr alles zu erzählen. Irgendwann würde ich sowieso nicht mehr daran vorbei kommen, dachte er. Vielleicht hatte sie den Zwischenfall vom Vortag, als wir uns am Stein trafen, auch schon vergessen. Anderseits war es vielleicht sinnvoll, wenn jemand wusste, was ich vorhatte. Was wäre, wenn ich es nicht schaffen würde, aus der anderen Welt zurückzukommen. An diese Möglichkeit mochte er gar nicht denken. Bevor er sich auf das Abenteuer einlassen würde, wollte er zumindest eine Nachricht hinterlassen und Jessika oder jemand anderes, so weit wie nötig einweihen. Er drehte sich um und machte sich auf den Heimweg. Noch ganz gefangen vom Geschehenen, schaute er rechts auf die andere Seite ins Tal hinunter zum Haus von Jessika. Sicher war sie jetzt zu Hause. Da er sonst nichts vorhatte, konnte er sie genau so gut besuchen. Vielleicht traf er auch Kurt an, den er schon länger nicht mehr gesehen hatte. Kurt war Immobilien-Makler und deshalb viel unterwegs, ebenso wie seine Eltern. Von Kurt hatte er auch den Tipp erhalten über den Verkauf seines späteren Hauses.
Kurts Haus war von einem hohen schmiedeeisernen Zaun umgeben. Vom Eingangstor aus, durch eine kleine Parkanlage getrennt, lag das Haus etwas höher.
»Warum kommst du nicht herein,« tönte es hinter einen Bambusstrauch hervor, »warst lange nicht hier.« Eine Harke in der Hand und eine Zigarre im Mund kam ihm Kurts Großvater John entgegen. Sie sagten alle nur Großvater zu ihm, was ihn nicht im Geringsten störte. Er hatte ein freundliches Gesicht, das von einem Bart eingerahmt war. Trotz seines hohen Alters von über achtzig Jahren, war er noch gut beisammen. Kristian konnte sich gar nicht vorstellen, dass er jemals anders ausgesehen hätte. Schnuppernd hebt Großvater seine Nase.
»Riechst du es auch? Maria hat einen Kuchen gebacken.« Maria war die Köchin und Haushälterin in einem. Kristian war hungrig und hatte gegen ein Stück Kuchen nichts einzuwenden. Eine breite hohe Treppe führte zu einer zweiflügeligen Eingangstür, welche von wildem Wein eingerahmt war. Jessika hatte Beide durch das Fenster gesehen und kam ihnen durch die Tür entgegen. Wie nicht anders zu erwarten mit ihrem lustig tanzenden Pferdeschwanz, ihrer weißen Bluse und einer engen Jeans. Es war schon ein erfreulicher Anblick. Kristian lachte sie an, »ich war oben auf der Burg, als ich an deine Einladung dachte.«
»Seit wann brauchst du eine Einladung, du weist dass du immer willkommen bist.« Großvater grinste, nahm einen tiefen Zug von seiner Zigarre, und sein Gesicht verschwand hinter einer grauen Wolke. »Nun kommt schon herein.«
Jessika packte Kristians Hand und zog ihn hinter sich her. »Bist du immer so stürmisch?« fragte er, hielt aber weiter ihre Hand fest umschlossen. Ihm gefiel es, ihre Hand zu halten. Sie durchquerten die hohe holzgetäfelte Eingangshalle. Das verblichene Holz schaffte eine dunkle Atmosphäre. Fasst wie in einer Burg, waren die Wände mit mittelalterlichen Gegenständen dekoriert. Selbst eine Ritterrüstung fehlte nicht. Kristian dachte daran, dass Kurt und er früher versucht hatten diese Rüstung anzulegen. Sie hatten erfahren, dass ein neuer Briefträger seinen Dienst antrat. Kurt hatte eine Stunde in der Rüstung verharrt, ehe sich sein Opfer näherte. Da er noch nie hier gewesen war, stand er in der Halle und schaute sich um. Natürlich interessierte ihn der einsame Ritter. Die Hände auf das Schwert gestützt, stand Kurt jetzt hier, immer mit der Erwartung ein Opfer möge endlich erscheinen. Er tat einen schweren Seufzer. Der Postbote zuckte zusammen, schaute zuerst den Ritter an, dann hinter sich. Zögernd näherte er sich wieder dem Ritter. Ein breites Visier und der Helm verdeckten Kurts Gesicht.
Der Postbote ging auf Nasenlänge an das Visier heran, und schaute durch den schmalen Schlitz, der die Augen bedeckte. Als er die Bewegung und das Weiße in Kurts Augen sah, erschrak er so, dass seine Hände vorschnellten als wolle er ein Gespenst von sich wegstoßen. Kurt, durch das lange Stehen geschwächt, hob das Schwert um die Balance zu halten. Er trat einen Schritt zurück, die Schwertspitze zeigte auf die Brust des Postboten. Um das Gleichgewicht zu halten, hob Kurt das Schwert mit beiden Händen als wollte er ihm den Kopf abschlagen. Mit weit aufgerissenen Augen floh der Postbote schreiend aus dem Haus und ward nicht mehr gesehen. Dieses war wörtlich zu nehmen, da beim nächsten Mal ein anderer Postbote erschien.
Mittlerweile waren sie in der Küche angekommen. Jessika versuchte meine Hand los zu lassen. Kristian lachte sie an, zog sie näher an sich heran. Sie blickte ihn überrascht an, wusste nicht was sie davon halten sollte. »Kinder,« sagte Großvater, »nun setzt euch doch endlich an den Tisch.«
Der Tisch war groß, auf der langen Seite hätten je fünf Personen Platz gehabt. Jessikas Eltern hatte nie viel Wert auf Etikette gelegt. Solange keine Gäste im Hause waren, aß man lieber in der Küche als im Esszimmer. Sie reisten viel und waren deshalb zurzeit nicht anwesend.
»Maria,« sagte Großvater, »wir alle haben den lieblichen Duft deines Kuchens gerochen, jetzt zeige uns dass er auch so gut schmeckt.« Maria schüttelte den Kopf.
»Großvater,« sagte Kristian, »wo ist der Brunnen geblieben der mitten im Burghof stand?«
»Woher weißt du dass da einer gestanden hat?
Soviel ich weiß, hat es da nie einen gegeben, aber es gibt hier irgendwo einen alten Stich, vielleicht findest du da was du suchst.«
»Den meine ich nicht,« antwortete Kristian, »darauf ist kein Brunnen zu sehen.«
»Vielleicht steht etwas in dem uralten Buch, dass in der Truhe der Bibliothek liegt« sagte Jessika.
»Hast recht,« sagte Großvater, »in dem alten Buch.« In der Zwischenzeit war Jessika schon aufgestanden um das Buch zu holen. Es sah wirklich alt und vergriffen aus. Vielleicht gehörte sie von Anfang an zum Haus. Vorsichtig wurde die erste Seite aufgeschlagen. In Ermangelung von Papier, hatte jemand die Ansicht des Burghofs auf die zweite Seite gemalt. Ein Blick genügte, um den Brunnen zu erkennen. Jessika und Großvater blickten mich ungläubig an.
»Mein Junge,« sagte er, »hast du das Buch schon mal in deine Hände gehabt?«
Was sollte er sagen, wenn er sein Geheimnis noch nicht preisgeben wollte?
»Bestimmt nicht,« sagte er, »das Buch sehe ich heute zum ersten Mal. Ich war heute im Burghof, und mir war, als hätte dort ein Brunnen gestanden.«
»Wie kommst du darauf?« fragte Großvater, »ich habe dort noch nie einen Brunnen gesehen.« Maria hatte schweigend zugehört.
»Erinnerst du dich,« sagte Kristian zu Jessika, »gestern, als wir uns trafen fragtest du, warum ich so blass ausgesehen habe, da ist es passiert, ich habe den Brunnen in der Burg gesehen.« »Vielleicht war es ein Traum,« schwächte er ab, obwohl er es besser wusste, »aber den Brunnen habe ich gesehen.«
»Lernt man das in der Meditation?« fragte Jessika, »wann kannst du mir das beibringen, ich will den Brunnen auch sehen.«
»So schnell geht das nicht, außerdem wolltest du nie etwas davon hören.« Er hoffte, dass er ihr damit erst mal die Luft aus den Segeln genommen hatte. »So leicht kommst du mir nicht davon,« sagte sie, »du verschweigst mir etwas.«
Kristian stand auf und kam ihr dabei ziemlich nah. Sein Blick in ihre Augen ließ sie verstummen.
»Was soll das, willst du mich hypnotisieren
Verunsichert ging sie einen Schritt zurück.
»Ich muss jetzt gehen,« sagte er. »Maria, vielen Dank, der Kuchen hat wirklich gut geschmeckt.«
Großvater hatte es plötzlich eilig.
»Kinder,« sagte er, nachdem er seine Kaffeetasse mit einem Schluck leerte, »ich muss jetzt mein Mittagsschläfchen halten, wir sehen uns.«
»Was soll denn dass?« fragte Jessika, »gerade wo es spannend wird verkrümelt ihr euch.«
Jessika sagte nichts, als Kristian sie verließ und durch die Halle nach draußen ging. Nicht mehr an den Großvater denkend, zog dieser ihn plötzlich zur Seite, als er durch das Tor gehen wollte.
»Mein Junge, egal was du vor hast, ich bin dabei.«Vielleicht ist es besser wir reden jetzt darüber,“ dachte Kristian, wer weiß was noch passiert.“
»Komm, wir gehen zu den Pferdeställen, dort können wir in Ruhe reden.«
Großvater machte große Augen, als Kristian ihm seine Geschichte erzählte.
»Was willst du als nächstes machen?« fragte er.
»Ich werde heute Nacht durch das Tor gehen,« antwortete er, »falls ich nicht wieder zurückkomme, weißt du dass etwas passiert ist, erzähle keinem etwas.«
Wie man das Tor öffnete verschwieg er vorsichtshalber. Großvater brachte es fertig und marschierte durchs Tor hinter ihm her.
»Wenn alles gut geht, komme ich morgen wieder vorbei.«
»Endlich ist mal wieder etwas los,« sagte Grosvater, »ich drück dir die Daumen.«
Es war jetzt später Nachmittag. Einige Dinge wollte er sich noch kaufen. Er überlegte, frische Batterien für seine Taschenlampe, etwas zu essen und zu trinken, falls er einen Tag länger bleiben musste.
Ein Hupen hinter ihn ließ ihn erschreckt zusammenfahren und zur Seite springen. Jessika drehte das Fenster von ihrem Geländewagen herunter.
»Ich muss sowieso ins Dorf, da habe ich mir gedacht dass du sicher froh bist, wenn du nicht zu Fuß gehen musst.« Er stieg in ihr Auto und wollte ihr gerade danken als sie sagte: »meint ihr vielleicht, ich sei blöd und habe nicht gesehen, wie ihr beide noch zu den Pferdeställen geschlichen seid. Großvater ist wie verwandelt, er strahlt über das ganze Gesicht. Das müssen ja sehr wichtige Geheimnisse sein, die ihr vor mir verbergen wollt.«
»Beruhige dich, Großvater wollte dass ich ihm etwas besorge, und ich habe ihm versprochen mit keinem darüber zu reden.« Nach ein paar Minuten Fahrt sagte er: »du kannst mich hier rauslassen, ich muss noch ein paar Dinge einkaufen.«
Wütend darüber, nichts Neues erfahren zu haben, trat Jessika auf die Bremse.
»Vielleicht schaue ich morgen wieder bei euch vorbei.« Er stieg aus und bevor er noch etwas sagen konnte, gab sie Gas. Statt noch Einkäufe zu erledigen, wendete sie und fuhr den gleichen Weg zurück. So ein Luder dachte er, sie wollte mich nur aushorchen. Die Einkäufe hatte er schnell hinter sich gebracht. Wer weiß, was ihn erwartete. Zu Hause angekommen, packte er alles in seinen Rucksack und machte sich etwas zu essen. Er stelle den Wecker auf dreiundzwanzig Uhr und legte sich angezogen auf sein Bett, worauf er auch sofort einschlief. Das laute Schrillen des Weckers ließ ihn hochfahren.
Kristian merkte, wie er zunehmend nervöser wurde. Jetzt zu kneifen kam für ihn nicht in Frage. In einer dreiviertel Stunde würde er den Tatsachen ins Auge sehen müssen.
Das Auto zu nehmen schien ihm zu verdächtig. Zu dieser Zeit würden die Autoscheinwerfer auf den Weg zur Burg eventuell jemand neugierig machen. Die Zeit war ja auch so eingeplant, dass er kurz vor vierundzwanzig Uhr durch das Tor gehen würde. Es war frisch und er war froh, dass er einen dicken Pullover angezogen hatte. Der Mond hatte ein Einsehen mit ihm, so dass er die Batterien der Lampe schonen konnte.
Ein wenig unheimlich ragten die Umrisse der Burg bald vor ihm auf. Nachts war ich noch nie hier gewesen, alles wirkte so bedrohlich.
Im Burghof angelangt, stellte er sich sogleich auf die Stelle, wo er gestern das Flimmern gesehen hatte. Ehe er es sich anders überlegen konnte, setzte er mit aller Kraft die Öffnungszeremonie in Gang. Das Flimmern zu seinen Füßen breitete sich aus, silbriges Licht erhellte die Stelle. Ein leichtes Frösteln stellte sich ein, es formte sich ein wabernder flimmernder pulsierender Ring. Um ihn tat sich eine Öffnung auf die immer größer wurde. Auf der anderen Seite der Öffnung war es genau so dunkel wie vor der Öffnung. Er machte einen Schritt nach vorne und ihm wurde klar, dass sich etwas verändert hatte. Er blickte an sich herunter, kein Flimmern, es war sehr dunkel, der Mond schien hinter einer Wolke verschwunden zu sein. Kristian sah das Tor nicht mehr und wollte schon zur Taschenlampe greifen, als er neben sich ein lautes Schnaufen vernahm. Erschrocken trat er einen Schritt zurück, und stieß dabei gegen einen Holzeimer, der umkippte. Ein Pferd wieherte laut und schlug nach hinten gegen die Stallwand. Inzwischen wurde ihm klar, dass ihm der Übergang ins Mittelalter gelungen war. Das Geräusch eines zurückgleitenden Riegels, brachte ihn auf den Boden der Wirklichkeit zurück.
»He, ganz ruhig,« tönte es von vorne, eine hölzerne Lampe in der eine Kerze brannte in der Hand, schlurfte ein älterer Mann die Pferdeboxen entlang. Gerade noch rechtzeitig ging Kristian sich bückend hinter einen Heuhaufen in Deckung. Jetzt erst fiel ihm auf, dass der Dialekt des Mannes schon etwas merkwürdig klang. Die älteren Leute in seinem Dorf sprachen auch noch einen Dialekt, den er wohl verstand. Dieser hier klang wieder anders, aber doch irgendwie noch verständlich. Da die Pferde sich beruhigt hatten, schlurfte der, er nahm mal an, dass es ein Wächter war, wieder heraus. Aufatmend erhob Kristian sich und ging auf die Tür zu. Ein Schiebebalken, der von beiden Seiten bewegt werden konnte, verschloss die Tür. Er schaute sich um. Um was sehen zu können, schaltete er seine Lampe ein. Wohlweislich hatte er eine Lampe aus Bundeswehrbeständen mitgenommen, weil man hier einen roten oder grünen Filter vor den Reflektor schieben konnte. Im grünen Licht, zählte er 8 Pferdeboxen. Eine Leiter führte nach oben. Er stieg hoch, mehrere kleine Verschläge lagen in einer Reihe. So leise wie möglich, öffnete er eine Tür nach der anderen. Rechts und links lagen Strohhaufen aufgeschichtet, teilweise mit einer Decke abgedeckt. An der Stirnwand, das musste die Burgmauer sein, war ein doppeltes Regal angebracht. Für einen Tisch war kein Platz mehr. Den letzten Verschlag wollte er sich schon ersparen, als er Atemzüge hörte. Vorsichtig machte er die Tür auf und sah einen Jungen von vielleicht 16 Jahren. In ärmlicher Kleidung lag er auf seinem Strohlager. Leise schloss Kristian die Tür und stieg die Leiter wieder herunter. Da er ein sicheres Versteck brauchte, schaute er sich weiter um. Der linke hintere Teil war abgetrennt für Heu und Stroh. Da der Stall sonst kein Versteck zu bieten hatte, wühlte er im Strohlager einen Gang bis zur äußeren Stallwand. Mit dem Rücken drückte er so lange das Stroh zur Seite, bis sich eine Höhle gebildet hatte. Durch die seitliche Bretterwand, hatte er einen eingeschränkten Ausblick auf den Hof. Da er wegen der Dunkelheit nichts Genaues sehen konnte, beschloss er sich draußen umzusehen. Die Außentür war durch den hölzernen Holzriegel geschlossen. Leise schob er den Riegel zurück. Draußen herrschte absolute Stille, kein Feuerschein erhellte die Fensteröffnungen. Links von ihm musste das Burgtor sein, auf das er sich leise zu bewegte. Die Stille wurde jäh durch laute Schnarchtöne unterbrochen. Ein Schatten draußen an der Wand, verriet ihm die Stelle, an der ein Wächter hockte. Ein Schwert lag neben ihm. An dem Wächter vorbeiblickend, sah Kristian, dass das Fallgitter heruntergelassen war. Dass er durch das Fallgitter hindurch blicken konnte, sagte ihm, dass die Zugbrücke nicht hochgezogen war, was wiederum bedeutete, dass friedliche Zeiten herrschen mussten. Es wäre ja zu schön gewesen, wenn er einfach durch das Tor hätte gehen können. Erst beim Zurückgehen entdeckte er das zweiflügelige Burgtor, welches ebenfalls offen stand. Ein Flügel hatte auf der einen Seite noch einen kleinen mannshohen Durchgang, der mit einer Tür geschlossen werden konnte.
Eigentlich hätte er sich mit der ersten Erkundung zufrieden geben können. Er überlegte, ein zweiter Erkundungstag würde ihn auch nicht weiter bringen. Um die Burg verlassen zu können, brauchte er Hilfe von Innen. Schließlich konnte er nicht einfach durch das geöffnete Tor spazieren falls es geöffnet würde. Der schlafende Junge im Stall war seine einzigste Möglichkeit, wenn er die Burg nicht über die Burgmauer verlassen wollte. Leise ging er wieder in den Stall und stieg die Leiter nach oben. Der Junge lag auf dem Rücken in tiefem Schlaf. Gleichzeitig drückte Kristian eine Hand auf den Mund des Jungen, während die Andere seinen Brustkorb nach unten drückte. Erschreckt durch das wenig freundliche Aufwecken fuhr der Junge hoch. Die Lampe, die mit einem Clip an Kristians Brust geheftet war, verbreitete ein rötliches Licht. Erschreckte weit aufgerissene Augen blickten Kristian an. Rotes Licht musste für ihn Feuer bedeuten, die Hand auf seinen Mund bedeutete sicher ein Überfall. Kristian musste seine ganze Kraft einsetzen um den in Panik geratenen Jungen unten zu halten.
»Ruhig, ruhig,« versuchte er ihn zu beruhigen, nicht wissend ob er ihn überhaupt verstand. Als der Junge merkte, dass der Druck auf seine Brust langsam nachließ, entspannte er sich merklich. Schließlich gab Kristian seine Brust frei und hielt einen Finger auf seinen Mund. Nickend gab der Junge zu verstehen, dass er verstanden hatte. Langsam entfernte Kristian seine Hand von dem  Mund des Jungen.
Abwartend blickte dieser ihn an. Um keine weitere Panik aufkommen zu lassen, wühlte Kristian in seine Taschen. Ein paar Kekse, noch verpackt, hielt er ihm hin. Sicherlich konnte er sich nicht im Entferntesten vorstellen was ihm da vorgehalten wurde Kristian entfernte also die Verpackung und biss in einen Keks. Der Bissen war noch nicht heruntergeschluckt, als ihm schon die Kekse aus der Hand gerissen wurden. Beide Hände zu Hilfe nehmend, verschwanden die Kekse nacheinander in seinen Mund. Auf jeden Fall schmeckte ihm das Versöhnungsgeschenk.
»Ich heiße Kristian,« sagte dieser, und zeigte auf seine Brust. Mit seinem Finger auf sich deutend sagte er nur: »Johannes.«
Froh über die schnelle Verständigung zog Kristian nochmals Kekse aus seine Tasche und hielt sie ihm hin. Im nu hatte er die Verpackung aufgerissen und den Inhalt in seinen Mund geschoben. Kristian hatte jetzt Gelegenheit, sich den Jungen näher anzuschauen. Er schien eher fünfzehn wie sechzehn Jahre alt zu sein und hungrig dazu. Geschichtlich hatte Kristian sich nicht auf seinen Ausflug vorbereitet, deshalb wusste ich eigentlich nichts über das Mittelalter.
»Wo kommst du eigentlich her?« fragte jetzt der Junge in seinem seltsamen Dialekt. Dieser war gut zuverstehen. Erfreut darüber, dass es keine großen Verständigungsprobleme geben würde, fiel Kristian ein Stein vom Herzen und er wich seiner Frage aus.
»Kannst du mir helfen aus dem Burghof heraus zu kommen?« fragte er ihn stattdessen.
»Das geht jetzt nicht, das Fallgitter ist unten, vor morgen Früh kann keiner die Burg verlassen.« Er blickte Kristian von oben bis unten an, und ihm wurde bewusst, dass er sofort auffallen würde. Johannes hatte einen mit Ärmel versehenen Rock an, der vorne geschlossen war, mit einem Schlitz, der nur so groß war, dass der Rock über den Kopf gezogen werden konnte. Die Hose war eine Art Kniehose. Mehrfach geflickt schien sie ihn durch die Hälfte seines Lebens begleitet zu haben. Zwei strumpfartige Unterteile hatte er bis über die Knie hochgezogen. Vor seinem Bett standen seine Schuhe. Sie waren aus einem Stück Leder geschnitten. Durch Löcher am Rand des Leders konnte das Leder um den Fuß geklappt und wie normale Schuhe geschnürt werden.
»Kannst du mir Sachen zum Anziehen besorgen, damit ich nicht auffalle? Du bekommst sie bestimmt wieder.« Die Stirn in Falten gelegt, schien er zu überlegen. Johannes stand schließlich auf und ging zu einer Kiste, die neben seinem Bett stand. Er hob den Deckel und holte mehrere Teile heraus, die etwas besser aussahen als die, die er gerade anhatte.
»Pass auf die Sachen auf,« sagte er, »das sind meine Besten, ich will sie wiederhaben.«
»Johannes,« sagte Kristian während sich mich umzog, »vorerst darfst du keinem etwas von mir erzählen. Ich bringe dir auch etwas zu Essen mit.«
»Ist gut,« antwortete er. »Morgen Früh werde ich dich aus der Burg bringen.«
»Moment, nicht so schnell, ich möchte mich nur draußen umsehen, abends musst du mich wieder hierher zurück bringen. Sollte etwas dazwischen kommen, versuchst du es am nächsten Tag.«
»Schon gut,« sagte er, »heute früh versteckst du dich in meinem Karren mit dem ich den Pferdemist nach unten bringe. Abends hole ich frisches Heu damit nach oben.« Unter Mist begraben zu sein gefiel Kristian überhaupt nicht, eine andere Möglichkeit schien es aber wohl nicht zu geben. Da er zu nervös war um noch etwas bis zum Morgengrauen zu schlafen, fragte er Johannes: »wieso schläfst du hier alleine, es gibt doch noch mehr Kammern?«
»Die Ställe sind nicht alle belegt. Unten in der Vorburg gibt es noch einen größeren Stall. Hier stehen nur die Gebrauchspferde der Grafen. Im Winter, wenn hier mehr Pferde stehen, sind auch mehr Kammern belegt.«
 
 
 
 
 
     

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